Update: COVInsAG (inkl. Änderung zum 01.05.21)

Der Bundestag hat ein umfangreiches Gesetzespaket zur Fortentwicklung des Sanierungs- und Insolvenzrechts beschlossen, das am 1. Januar 2021 in Kraft getreten ist. Darin werden auch Anpassungen für Unternehmen vorgenommen, die von den wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Pandemie besonders betroffen sind (COVInsAG).


ÄNDERUNG
Seit dem 1. Mai 2021 gilt in Deutschland wieder in vollem Umfang die Pflicht zur Stellung eines Insolvenzantrags für alle Unternehmen bei Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung. Die zeitweise Aussetzung war für bestimmte Unternehmen bis zum 30. April 2021 befristet. Diese Frist wurde vom Gesetzgeber nicht verlängert.

In der neuen Fassung des „Gesetz zur vorübergehenden Aussetzung der Insolvenzantragspflicht und zur Begrenzung der Organhaftung bei einer durch die COVID-19-Pandemie bedingten Insolvenz (COVID-19-Insolvenzaussetzungsgesetz – COVInsAG)“ wurden insbesondere die folgenden vier Themen geregelt:

  1. Zeitlich befristete Aussetzung der Insolvenzantragspflicht (bis 30. April 2021) unter bestimmten Bedingungen. Achtung: Antragspflichten seit 1. Mai 2021 wieder scharf gestellt
  2. Geringerer Prognosezeitraum für Überschuldungsprüfung
  3. Anwendung des alten Rechts bei Eigenverwaltungsverfahren
  4. Erleichterter Zugang zum Schutzschirmverfahren

Diese Privilegien für Unternehmen, die in der neuen Fassung des COVInsAG geregelt sind, setzen die Vorlage einer Bescheinigung durch einen ausgewiesenen Insolvenz- und Sanierungsexperten voraus.

Wir haben die wichtigsten Inhalte des COVInsAG übersichtlich für Sie zusammengestellt: COVInsAG im Überblick

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