Update: COVInsAG (inkl. Änderung zum 01.01.21)

Der Bundestag hat ein umfangreiches Gesetzespaket zur Fortentwicklung des Sanierungs- und Insolvenzrechts beschlossen, das am 1. Januar 2021 in Kraft getreten ist. Darin werden auch Anpassungen für Unternehmen vorgenommen, die von den wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Pandemie besonders betroffen sind (COVInsAG).


ÄNDERUNG
Bestimmte Unternehmen sind weiterhin von der Pflicht zur Insolvenzantragstellung befreit. Dies gilt zunächst befristet bis zum 31. Januar 2021 für Unternehmen, die zwar Anspruch aber noch keine Auszahlung der „November und Dezember 2020 Hilfen“ erhalten haben – sofern bestimmte, weitere Voraussetzungen erfüllt sind.

In der neuen Fassung des „Gesetz zur vorübergehenden Aussetzung der Insolvenzantragspflicht und zur Begrenzung der Organhaftung bei einer durch die COVID-19-Pandemie bedingten Insolvenz (COVID-19-Insolvenzaussetzungsgesetz – COVInsAG)“ wurden insbesondere die folgenden vier Themen geregelt:

  1. Zeitlich befristete Aussetzung der Insolvenzantragspflicht (zunächst bis 31. Januar 2021) unter bestimmten Bedingungen
  2. Geringerer Prognosezeitraum für Überschuldungsprüfung
  3. Anwendung des alten Rechts bei Eigenverwaltungsverfahren
  4. Erleichterter Zugang zum Schutzschirmverfahren

Diese Privilegien für Unternehmen, die in der neuen Fassung des COVInsAG geregelt sind, setzen die Vorlage einer Bescheinigung durch einen ausgewiesenen Insolvenz- und Sanierungsexperten voraus.

Wir haben die wichtigsten Inhalte des COVInsAG übersichtlich für Sie zusammengestellt: COVInsAG im Überblick

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