Update: COVInsAG (inkl. Änderung zum 01.10.20)

Mit Einsetzen der Corona Pandemie hatten Bundeskabinett, Bundestag und Bundesrat in Rekordzeit das „Gesetz zur vorübergehenden Aussetzung der Insolvenzantragspflicht und zur Begrenzung der Organhaftung bei einer durch die COVID-19-Pandemie bedingten Insolvenz (COVInsAG)“ beschlossen. Dieses Gesetz wurde zum 1. Oktober 2020 entscheidend geändert.


ÄNDERUNG
Zahlungsunfähige Unternehmen sind wieder verpflichtet, unverzüglich einen Insolvenzantrag zu stellen. Lediglich für den Fall einer Überschuldung können sich Unternehmen unter bestimmten Voraussetzungen auf die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht berufen, die bis zum Jahresende 2020 verlängert wurde.

Was bedeuten die aktuellen Änderungen für Sie als Unternehmer und was müssen Sie ganz konkret tun, um sich auf die Erleichterungen des Gesetzes zu berufen?

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht gibt vor, mit der Gesetzesänderung „massenhaft Pleiten“ verhindern zu wollen. Das erscheint zumindest fraglich, da die Antragspflichten wieder ausgeweitet werden. Gleichzeitig nehmen die Haftungsgefahren für die Unternehmer und die Vertretungsorgane der Unternehmen erheblich zu. Die Insolvenzgründe Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung (Relevanz der positiven Fortbestehensprognose) werden nach der Gesetzesänderung unterschiedlich behandelt. Im Fall von zahlungsunfähigen Unternehmen greift die volle Antragspflicht. Im Fall der Überschuldung sind die Unternehmer und die Vertretungsorgane der Unternehmen unter bestimmten Voraussetzungen von der Antragspflicht befreit.

In unserem Restrukturierungspartner COVInsAG Update informieren wir Sie darüber, was die Änderungen konkret für Ihr Unternehmen bedeuten und wie Sie die Chancen für eine Restrukturierung Ihres Unternehmens nutzen können.

Ausgangsbasis für eine aussagekräftige und adäquate Einschätzung der momentanen Situation stellt eine aktuelle Unternehmens‐ und Liquiditätsplanung dar. Diese sollte gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Lage unter anderem anhand der nachstehenden Punkte hinterfragt werden:

  • Sind die Planungsannahmen noch aktuell und wurden sie realistisch vor dem Hintergrund der sich nur langsam erholenden Wirtschaft aufgesetzt?
  • Wurde die aktuelle Situation hinreichend berücksichtigt (ggf. neue Darlehen/Kredite, neue Vereinbarungen mit Lieferanten und Kunden, Stundungsvereinbarungen etc.)?
  • Wurden alle in den letzten Wochen und Monaten verhandelten Abreden zu Stundungen und deren ggf. bestehende Befristung berücksichtigt? Und wurden diese auch ausreichend dokumentiert (liegen schriftliche Stundungsvereinbarungen vor)?
  • Bestehen ausreichende Rücklagen für etwaig drohende Forderungsausfälle?

Aus den gewonnenen Erkenntnissen einer im besten Fall durch Dritte verprobten Planung lassen sich in einem nächsten Schritt geeignete Handlungsoptionen zur Sanierung und ggf. Neuausrichtung des Unternehmens ableiten.

Unsere Handlungsempfehlung für den Mittelstand im Überblick

Wir helfen Ihnen bei der Restrukturierung Ihres Unternehmens:

Zahlungsunfähigkeit
Überschuldung – Relevanz der positiven Fortbestehensprognose

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Wir als langjährig erfahrene Restrukturierungsexperten helfen Ihnen das Grobkonzept zu erstellen. Darüber hinaus können wir Sie auch bei der Umsetzung der notwendigen Sofortmaßnahmen unterstützen.

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