Earn-out

Über eine Earn-out-Klausel wird ein Anteil des Kaufpreises, der erst zu einem späteren Zeitpunkt und nur im Erfolgsfall bezahlt wird, definiert. Der Erfolgsfall wird zu Vertragsbeginn definiert und kann bestimmte Ertragsziele oder sonstige Meilensteine/Kennzahlen/Faktoren des Zielunternehmens beinhalten.

EBIT

Earnings before interest and taxes = Gewinn vor Zinsen und Steuern

EBITDA

Earnings before interest, taxes, depreciation an amortization = Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögensgegenstände

Eigenverwaltung

Die Eigenverwaltung ist laut den §§ 270 ff. der deutschen Insolvenzordnung die Möglichkeit eines Schuldners, die Insolvenzmasse unter Aufsicht eines Sachwalters selbst zu verwalten und über sie zu verfügen. Der Sinn der Eigenverwaltung ist, das vorhandene unternehmerische Know-how zur Sanierung zu nutzen, sofern der Unternehmer/das Management nicht bereits durch frühere Fehler in Misskredit geraten ist. Voraussetzung für die Eigenverwaltung ist das Einverständnis der Gläubiger und des Gerichts. Hierzu wird oftmals ein erfahrener Sanierungsexperte für die Dauer des Verfahrens in die Geschäftsführung des Unternehmens berufen.

Während einer Eigenverwaltung unterstehen die wirtschaftliche Lage sowie die Geschäftsführung des Schuldners einer ständigen Kontrolle durch den nicht operativ eingebundenen Sachwalter, § 275 InsO. Mit der Eigenverwaltung wird regelmäßig eine Sanierung angestrebt. Im Verbund mit einem Insolvenzplan, § 284 InsO, kann die Eigenverwaltung zum Erhalt des Unternehmens beitragen, § 270b InsO. Mit Aufhebung des Insolvenzverfahrens endet auch die Eigenverwaltung.

Enterprise Value

Unternehmenswert vor Abzug von Finanzverbindlichkeiten und vor Hinzurechnung von Barmitteln

Equity

Das Eigenkapital ist das Reinvermögen einer Gesellschaft, welches regelmäßig aus gezeichnetem Kapital, gesetzlichen Rücklagen, freien Rücklagen, Gewinn- oder Verlustvorträgen sowie dem Jahresüberschuss oder Jahresverlust besteht.

Equity Value

Unternehmenswert nach Abzug von Finanzverbindlichkeiten und vor Hinzurechnung von Barmitteln. Sofern die Finanzverbindlichkeiten vom ermittelten Unternehmenswert nicht abgezogen spricht man vom Enterprise Value.

Eröffnungsgrund

Das Vorliegen eines Eröffnungsgrundes ist Voraussetzung für die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Allgemeiner Eröffnungsgrund ist die Zahlungsunfähigkeit. Weiterer Eröffnungsgrund bei juristischen Personen ist die Überschuldung. Ein Eigenantrag kann darüber hinaus auch auf drohende Zahlungsunfähigkeit (Antragsrecht) gestützt werden.

Exit

Verkauf einer Beteiligung durch einen Investor