Regelverfahren

Mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens wird im Regelfall vom Insolvenzgericht gem. §§ 27 Abs. 1, 56 InsO ein Insolvenzverwalter bestellt, auf den gem. § 80 InsO das Recht des Schuldners, sein Vermögen zu verwalten und darüber zu verfügen, übergeht. Dies ist das Regelverfahren in der Insolvenz.

Restrukturierung der Finanzverbindlichkeiten (Passivseite)

Unzureichende Finanzierungsstrukturen offenbaren sich in der Unternehmenskrise bzw. sind deren Ursache. Fehlende Fristenkongruenz, nicht ausreichende Kontokorrentlinien oder schlicht weg zu hohe Darlehensbelastungen, die nicht (mehr) zum aktuellen Geschäftsvolumen passen: es gibt eine Reihe von Gründen, die eine Restrukturierung der Finanzverbindlichkeiten erforderlich macht. Fehlentwicklungen können im Rahmen einer Restrukturierung der Finanzverbindlichkeiten korrigiert werden, zukünftige Zinslasten der Gesellschaft werden reduziert. Dies erfordert ein hohes Maß an Planungssicherheit und Kommunikationsgeschick im Umgang mit involvierten Finanzierungspartnern. Am Ende steht eine Finanzierungsstruktur, die optimal zum Geschäftsmodell passt.

Restrukturierungsmaßnahmen

Alle zielgerichteten Bemühungen, die dazu dienen, bei einem krisenhafteten Unternehmen die Rendite- und Wettbewerbsfähigkeit und zurückzugewinnen. Diese Maßnahmen zielen dementsprechend auf die Krisenbewältigung und die Fortführung des Unternehmens ab.