Frühwarnsystem

Das Restrukturierungspartner Frühwarnsystem hilft Unternehmen, frühzeitig Krisen zu erkennen und zu managen. Auf Grundlage diverser quantitativer und qualitativer Informationen wird die Unternehmenssituation durch unsere Restrukturierungsexperten analysiert und bewertet. Sofern die Früherkennung auf Krisenindikatoren hinweist, können frühzeitig Sanierungsoptionen evaluiert und ergriffen werden.

Der Stabilisierungs- und Restrukturierungsrahmen (StaRUG) ist als neuer Bestandteil des überarbeiteten Sanierungsrechts am 1. Januar 2021 in Kraft getreten. Es schreibt u. a. die Risikoüberwachung durch die Organe juristischer Personen vor, wie sie aktuell bereits für die Aktiengesellschaft in § 91 Abs. 2 AktG normiert ist. Neben den Pflichten zur Krisenfrüherkennung und zum Krisenmanagement wird auch die Pflicht zur Information der Aufsichtsorgane in dem neuen Gesetz geregelt.

Die Restrukturierungspartner Krisenfrüherkennung ermöglicht das rechtzeitige Erkennen einer drohenden Unternehmenskrise. Dabei ist es das Ziel, dass die Geschäftsführung ihren im Gesetz festgeschriebenen Sorgfaltspflichten jederzeit und vollumfänglich nachkommen kann. Darüber hinaus verschafft es der Geschäftsführung mehr Zeit zur Reaktion und vielfältigere Möglichkeiten zur Behebung der Krise, also beim Krisenmanagement. Hierfür kommen vielfältige Sanierungsoptionen in Frage – eine ist der Stabilisierungs- und Restrukturierungsrahmen.

Auswertung qualitativer und quantitativer Informationen

Um eine effektive Krisenfrüherkennung gewährleisten zu können, sollte ein Frühwarnsystem in der Lage sein, bereits schwache Signale für eine drohende Unternehmenskrise zu identifizieren. Dazu müssen zunächst geeignete Frühwarnindikatoren definiert und anschließend kontinuierlich und systematisch überwacht werden.

In dem Restrukturierungspartner Frühwarnsystem werden zunächst quantitative und qualitative Informationen nach einem individuell auf das jeweilige Unternehmen abgestimmten Schema gesammelt und analysiert.

Quantitative Informationen

Quantitative Daten geben u. a. Auskunft über die Finanzierungsstruktur des Unternehmens. Eine erhöhte Fremdkapitalquote und ein Rückgang des Eigenkapitals können beispielsweise erste Krisenindikatoren sein. Darüber hinaus können je nach Unternehmen und Branche abnehmende Auftragseingänge, eine steigende Ausschuss- und Fremdkapitalquote, eine Zunahme von Mahnungen, ausgeschöpfte Kreditlinien oder die verspätete Zahlung von Verbindlichkeiten deutliche Anzeichen für ein aufkommendes Liquiditätsproblem sein. Wichtig ist in dem Zusammenhang die Unternehmensplanung! Sie zeigt auf, ob sich die Krise verschärft oder mit Hilfe geeigneter Maßnahmen entspannt.

Qualitative Informationen

Bei den qualitativen Informationen können z. B. vermehrte Kündigungen und Beschwerden sowie ein erhöhter Krankenstand auf eine Unzufriedenheit innerhalb der Belegschaft hindeuten und damit als Frühwarnindikator für eine drohende Unternehmenskrise herangezogen werden. Weitere Indikatoren wie zunehmende Rechtsstreitigkeiten, erhöhte Bestandsquoten oder negative Deckungsbeiträge bei einzelnen Produkten können ebenfalls Anzeichen für eine Krise sein.

Die Auswertung der Daten erfolgt unter Berücksichtigung von branchenspezifischen Kennzahlen und Benchmarks.

Im Ergebnis erhält die Geschäftsführung ein „Früherkennungscockpit“ mit

  • zahlreichen Auswertungen (u. a. Finanzstatus, Liquiditätsentwicklung, Produktionskennzahlen etc.),
  • Krisenindikatoren und
  • einer abschließenden Krisenbewertung durch die Restrukturierungspartner.
Ist das Früherkennungssystem erst einmal aufgesetzt, kann es laufend und mit wenig Aufwand aktualisiert werden.

Krisenmanagement mit unterschiedlichen Sanierungsoptionen

Sofern das Früherkennungscockpit Anzeichen für eine drohende Unternehmenskrise zeigt, kann mit größeren Erfolgsaussichten reagiert und Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Hierfür evaluieren wir gemeinsam mit der Geschäftsführung die unterschiedlichen Sanierungsoptionen. Anschließend definieren wir konkrete Sanierungsmaßnahmen, deren Umsetzung wir gern begleiten können.

Wir haben die wichtigsten Inhalte unseres Frühwarnsystems hier übersichtlich für Sie zusammengestellt.

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