Operatives Management

Im Rahmen eines laufenden Sanierungsprozesses kann es Konstellationen geben, in denen sich abzeichnet, dass eine Insolvenz aus Sicht des Unternehmens, aber auch aus Sicht der beteiligten Stakeholder, der geeignete und wirtschaftlich sinnvolle Weg ist. Auch in Situationen, in denen ein Unternehmen aufgrund von Forderungsausfällen oder Umsatzeinbrüchen „mit dem Rücken an der Wand“ steht, gewinnt die Option einer Sanierung durch ein Insolvenzverfahren an Bedeutung.

Aufgabe der Geschäftsleitung ist es in diesen Situationen, eine Insolvenz so organisiert wie möglich in Angriff zu nehmen. Bereits im Vorfeld der Insolvenzantragstellung müssen die wesentlichen Weichen für die Sanierung im Insolvenzverfahren gestellt werden.

Ziel einer strukturierten Insolvenz ist es, die Insolvenz frühzeitig optimal vorzubereiten und die Fortführung der Geschäftstätigkeit auch nach Insolvenzantragstellung in Zusammenarbeit mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter möglichst ohne Reibungsverluste zu gewährleisten.

Wann sollte ein Berater hinzugezogen werden?

Die Beratung bei der Betriebsfortführung beginnt daher im Idealfall vor dem Insolvenzantrag. Die Restrukturierungspartner ermitteln zunächst, ob und ggf. wann idealerweise der Insolvenzantrag zu stellen ist. Weiterhin klären wir, welche drängendsten Probleme in den ersten Tagen nach Insolvenzantragstellung kurzfristig gelöst werden müssen und unter welchen Prämissen die Fortführung des Unternehmens im Insolvenzantragsverfahren und nach Verfahrenseröffnung möglich ist.

Die Situation nach der Insolvenzantragsstellung ist sehr häufig unübersichtlich. Mit Antragstellung werden Lieferanten aber auch Kunden oder sonstige Marktteilnehmer versuchen, ihre Interessen bestmöglich durchzusetzen. Dies führt zu ungeordneten Verhältnissen. Im Unternehmen ist jetzt ein klarer Kopf gefordert. Die Prozesse müssen wieder aufgenommen und so in Teilen neu organisiert werden, dass eine geordnete Betriebsfortführung möglich ist. Dabei sind die Vorgaben des Insolvenzbeschlusses sowie die Interessen sämtlicher Stakeholder angemessen zu berücksichtigen.

Aufgrund jahrelanger Erfahrungen sind wir in der Lage, Unternehmen jedweder Größenordnung im Rahmen einer insolvenzlichen Betriebsfortführung zu begleiten und für stabile Verhältnisse zu sorgen. Das erhöht signifikant die Chancen für eine nachhaltige Sanierung.

Die Restrukturierungspartner organisieren und strukturieren die Prozesse so, dass größtmögliche Transparenz für den Insolvenz-, Eigen- oder Sachwalter geschaffen wird – sei es im Insolvenzantragsverfahren aber auch nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Die Betriebsfortführung wird mit einem jahrzehntelang erprobten und laufend verbesserten Tool zur Steuerung der sowohl Liquiditäts- und Ertragsplanung als auch insbesondere des laufenden Bestellprozederes abgebildet. Damit erfolgt eine laufende Kontrolle, so dass die Betriebsfortführung für die Gläubigergesamtheit mit einem positiven Überschuss betrieben werden kann.

Dr. Robert Tobias
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Dr. Robert Tobias