Unternehmensfinanzierung und -verkauf

Die Restrukturierungspartner unterstützen Unternehmer bei der Unternehmensfinanzierung und auch dem Unternehmensverkauf. Grundsätzlich gilt es, für beide Zwecke das Unternehmen aussagekräftig externen Parteien zu präsentieren. Je nach Situation und Adressat gibt es bestimmte Ursachen und Erfordernisse, die man kennen und befolgen sollte. Dabei helfen wir Unternehmen.

Unternehmensfinanzierung

Erster Ansprechpartner bei der Unternehmensfinanzierung in der Krise sind die bereits vorhandenen Finanzierungspartner. Neue Partner zu gewinnen ist ungleich schwieriger. Wesentlich dabei ist das (Wieder-)Herstellen von Vertrauen und Transparenz. Dies wird u. a. durch begleitende Kommunikation sowie aussagekräftige Informationen und Unterlagen gewährleistet. Relevant sind dabei:

  • Darstellung und Analyse des Unternehmens; dazu gehören i.d.R. die Darstellung der aktuellen wirtschaftlichen Situation nebst Liquiditätsplanung sowie Produkte, operative Prozesse, Wertschöpfungskette, SWOT-Analyse
  • Markt- und Wettbewerbssituation, Branchentrends und -treiber
  • Mögliche Sanierungsmaßnahmen
  • Strategische Maßnahmen, (Neu-)Ausrichtung des Unternehmens, Zukunftspotenziale
  • Aufnahme und Bewertung der für Finanzierungspartner erforderlichen Sicherheiten
  • Integrierte Planungsrechnung

Die Unternehmensfinanzierung in der Krise erfordert einen frühzeitigen Beginn der Kommunikation mit bestehenden und möglichen neuen Finanzierungspartnern sowie einen laufenden Dialog.

Wir unterstützen Unternehmen natürlich auch bei der Umstrukturierung der Passivseite (Debt Advisory).

Unternehmensverkauf

Die Finanzierung in der Krise gehört genauso wenig wie der Unternehmensverkauf zum täglichen Geschäft eines Unternehmers. Daher empfiehlt sich auf alle Fälle, eine fachliche Unterstützung hinzuzufügen. Je nach Ausgangslage unterscheiden sich die Art des Verkaufsprozesses, die Bewertung des Unternehmens und die möglichen Interessenten teilweise erheblich voneinander.

Bei dem Verkauf eines profitablen Unternehmens, sei es aus Nachfolgegründen oder auch zur Vermögenssicherung, steht ausreichend Zeit zur Vorbereitung des Verkaufsprozesses (auch M&A-Prozess genannt) und zur Darstellung des Unternehmens mittels Informationsmemorandum zur Verfügung. Die Restrukturierungspartner legen das wesentliche Augenmerk auf die Auswahl der potenziellen Investoren, die sehr vertrauliche Ansprache und das Aufzeigen der zukünftigen Potenziale. Bei einem M&A-Prozess empfiehlt sich ein frühzeitiges Befassen mit der Thematik, denn z. B. bei einer Nachfolgeregelung kann die Erwartung eines Investors darin bestehen, dass der Unternehmer noch für einen Übergangszeitraum von zwei Jahren zur Verfügung steht. Ein Start bereits drei Jahre vor dem geplanten eigenen Ausscheiden kann also durchaus sinnvoll sein.

Die Investoren haben häufig unterschiedliche Herangehensweisen und Interessen. Strategische Investoren beurteilen neben dem Kaufpreis u. a. mögliche Synergieeffekte, Kundenzugang, regionale Abdeckung und natürlich zukünftige Potenziale. Finanzinvestoren agieren häufig auf einer stand-alone-Betrachtung, d. h. für sie spielen finanzwirtschaftliche Aspekte und die Potenziale eine entscheidende Rolle, da häufig der Weiterverkauf des Unternehmens eingeplant wird.

Der Verkauf eines Unternehmens in der Krise im Rahmen eines so genannten distressed M&A-Verfahren erfolgt nach anderen Spielregeln. Der geringere zeitliche Rahmen muss i.d.R. durch eine schnellere Ansprache und weniger umfangreiche Unterlagen kompensiert werden, um dann möglichst zügig mit einigen wenigen Interessenten direkt in persönliche Gespräche einzusteigen, flankiert von sehr detaillierten Informationen. Aber auch im distressed M&A-Prozess gehört es zu unseren Aufgaben, mögliche Restrukturierungsmaßnahmen zu identifizieren und positive Effekte zu ermitteln, ggfs. sogar operative Maßnahmen einzuleiten. Denn: Nur dann wird bei einem krisenbehafteten Unternehmen ein positiver Kaufpreis erzielt werden können.

Für strategische Investoren sind neben den bereits genannten Beurteilungskriterien auch die eigene Verfügbarkeit von Managementkapazitäten und Restrukturierungserfahrung von Bedeutung. Darüber hinaus werden bei distressed M&A-Verfahren speziell auf Krisensituationen ausgerichtete Finanzinvestoren kontaktiert.

Unternehmensbewertung

Eine Bewertung des Unternehmens wird von uns entweder separat für den verkaufenden Unternehmer durchgeführt, als sogenannte Fairness Opinion für Banken, Treuhänder oder Insolvenzverwalter, oder im Rahmen eines Verkaufsmandates.

Dabei haben sich als Methoden zur Unternehmensbewertung die discounted cash-flow-Methode sowie der Vergleich mit Unternehmensbewertungen aus erfolgten Transaktionen und börsennotierten Unternehmen etabliert. In Krisensituationen werden darüber hinaus noch die Fortführungswerte bzw. der Zerschlagungswert der Vermögensgegenstände als Untergrenze zu Rate gezogen.

Wesentliche Maßnahmen zur Steigerung des Unternehmenswertes sind die Planung der Zukunft inklusive der Potenziale bzw. bei genügend Vorlauf auch die Hebung von Potenzialen, u.a. durch Optimierung der Kapitalstruktur, Durchführung von operativen Maßnahmen. Auch hierbei unterstützen wir Unternehmen gerne.

Sowohl die Unternehmensfinanzierung in der Krise als auch im Besonderen der Unternehmensverkauf sind keine alltäglichen Aufgaben. Wir Restrukturierungspartner schaffen als erfahrene Berater Mehrwerte, die sich am Ende deutlich positiv im Unternehmen und beim Unternehmenswert bemerkbar machen. Dies ist der Anspruch an uns selbst, an dem wir uns selbstverständlich gerne messen lassen.

Werner Warthorst
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Werner Warthorst