Die professionelle Liquiditätsplanung als Grundlage erfolgreicher Restrukturierung

Zuschüsse, KfW-Darlehen und Überbrückungshilfen – die wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie wurden zuvorderst durch Fresh Money bekämpft. Entscheidend war immer eine belastbare Liquiditätsplanung. Sie ist Stabilitätsanker in unsicheren Zeiten für Unternehmer, Finanzierer und Marktpartner. Umso mehr überrascht es, dass sie in vielen Fällen gar nicht oder nur unzureichend vorliegt.

ERSTELLT AM 6. Juli 2021

In dem Anfang 2021 reformierten Eigenverwaltungsrecht sowie im neuen Unternehmensstabilisierungs- und Restrukturierungsgesetz (kurz: StaRUG) wird explizit auf eine mindestens sechs bzw. 24 Monate vorausschauende Liquiditätsplanung abgestellt. Damit kodifizierte der Gesetzgeber die bisherige Restrukturierungs- und Sanierungspraxis, für die sie schon immer ein zentrales Instrument zur Bewältigung von Unternehmenskrisen darstellt. Im Besonderen gilt das für:

Positive Fortbestehensprognose: Eine professionelle Liquiditätsplanung ist entscheidend für Kredit- und Fördermittelzusagen, Stundungsanträge, Anschlussfinanzierungen oder Investitionsentscheidungen.

Transparente Unternehmenssteuerung und Haftungsabschirmung: Durch eine professionelle Liquiditätsplanung können Handlungsspielräume vorab definiert, etwaige Bedarfe kurzfristig erkannt und passende Maßnahmen mit Zustimmung der Betroffenen umgesetzt werden.

Risikofrüherkennung: Mit der Einführung des StaRUG wurde den Organen juristischer Personen erneut eine laufendende Risikofrüherkennung ins Pflichtenheft geschrieben. Das Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. (kurz: IDW) empfiehlt hierfür eine professionelle Liquiditätsplanung für die nächsten zwei Jahre.

Liquiditätsplanungen geraten häufig als „Schlechtwettermodell“ erst in den Fokus der Unternehmer, wenn die Liquiditätskrise bereits eingetreten und der Handlungsspielraum längst eingeschränkt ist. Zudem kann das Aufsetzen einer belastbaren Liquiditätsplanung wichtige Kapazitäten binden, die auch an anderer Stelle bei der Krisenbekämpfung erforderlich sind. Daher empfiehlt es sich, frühzeitig eine fortlaufende Liquiditätsplanung zu implementieren, um unternehmerische Entscheidungen und Marktentwicklungen aus Liquiditätsgesichtspunkten rechtzeitig abschätzen zu können.

Bei der Erstellung einer Liquiditätsplanung können die Restrukturierungspartner Unternehmen unterstützen. Dabei passen wir unsere Arbeit immer den individuellen Anforderungen des Unternehmens an. Folgende drei Schritte sind aus unserer Sicht besonders wichtig:
1. Aufsatz einer auf das Geschäftsmodell zugeschnittene Liquiditätsplanung
2. Rollierende Aktualisierung in definierten Abständen
3. Controlling und Reporting ggü. dem Management und dem Finanziererkreis

Unsere Expertise
Die Restrukturierungspartner haben bereits für zahlreiche Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen Liquiditätsplanungen erstellt, die den Anforderungen der Grundsätze ordnungsgemäßer Planung des IDW und der BGH-Rechtsprechung entsprechen. Dabei erarbeiten wir die Planungen für oder gemeinsam mit dem Unternehmer und schulen dabei die Mitarbeiter des Mandanten, um dort Planungsexpertise aufzubauen.

Wir haben die wichtigsten Informationen übersichtlich für Sie zusammengestellt: Flyer professionelle Liquiditätsplanung und ein beispielhafter Planungsprozess

Kommen Sie gern auf uns zu. Wir helfen Ihnen.

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