Schwiercz: Restrukturierung in Eigenverwaltung

Dessau-Roßlau/Kloster-Lehnin, 21. September 2016. Die Schwiercz GmbH will sich über ein Eigenverwaltungsverfahren restrukturieren. Das Amtsgericht Dessau-Roßlau hat dem Antrag der Geschäftsführung entsprochen und am 12. September 2016 eine vorläufige Eigenverwaltung nach § 270a InsO angeordnet. Unterstützt wird die Geschäftsführung durch die hww Unternehmensberater GmbH

Die Schwiercz GmbH ist seit mehr als 20 Jahren im Rohrleitungs- und Anlagenbau – sowohl in Deutschland als auch in England, Norwegen und Belgien – tätig. Das Unternehmen errichtet und wartet Rohrleitungssysteme für Fernwärme, Gas und Wasser. Es beschäftigt rund 55 Mitarbeiter in Dessau und im brandenburgischen Kloster Lehnin OT Rietz. Die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter sind für drei Monate über die Bundesagentur für Arbeit abgesichert.
Um das Unternehmen neu aufzustellen und wieder dauerhaft eine solide finanzielle Basis zu schaffen, leitete die Geschäftsführung die Sanierung über ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung ein. Während der Eigenverwaltung bleibt die unternehmerische Verantwortung in den Händen des bisherigen technischen Geschäftsführers Eckhard Schindelhauer. Unterstützt wird er durch Michael Hofmann (hww Unternehmensberater GmbH), der am 14. September 2016 zum spezialbevollmächtigten CRO der Schwiercz GmbH berufen wurde. Der erfahrene Sanierungsberater wird die Restrukturierung maßgeblich begleiten und steuern. Der Geschäftsbetrieb läuft ohne Einschränkungen und in gewohnter Qualität weiter.
Im Mittelpunkt der kommenden Monate steht nun die Erarbeitung des Insolvenzplans, der die Grundlage der Restrukturierung in einem Eigenverwaltungsverfahren bildet. Der Plan wird insbesondere die notwendigen Sanierungsschritte enthalten, die in den kommenden Wochen und Monaten gemeinsam mit den Gläubigern geprüft und vorbereitet werden.
„Unser Ziel ist, Schwiercz im nächsten Frühjahr wieder aus der Eigenverwaltung zu entlassen, und zwar als neu aufgestelltes Unternehmen, das nachhaltig profitabel wirtschaften kann“, zeigen sich Schindelhauer und Hofmann überzeugt.
Der Gesellschaft wurde Rechtsanwalt Joachim Voigt-Salus (Kanzlei VOIGT SALUS) vom Amtsgericht Dessau-Roßlau als vorläufiger Sachwalter zur Seite gestellt. Er wird ähnlich wie ein Aufsichtsrat das Verfahren im Interesse der Gläubiger beaufsichtigen. Voigt-Salus verfügt als Sachwalter über umfangreiche Sanierungserfahrungen im Rahmen von Eigenverwaltungsverfahren. „Die Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung gestaltet sich bisher sehr konstruktiv. Ich bin zuversichtlich, dass wir gemeinsam das Unternehmen wieder neu aufstellen können“, so Voigt-Salus.

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