Die Sächsische Dampfschiffahrt-Unternehmensgruppe hat ihre Restrukturierung erfolgreich abgeschlossen. Unterstützt wurde sie dabei von der Unternehmensberatung Restrukturierungspartner. Mit dem neuen Investor, der United Rivers AG, startet die älteste und größte Dampfschiffflotte der Welt in eine neue Zukunft. Die historische Dampfschifffahrt in Dresden und die Arbeitsplätze der Sächsischen Dampfschiffahrt bleiben erhalten.

Die United Rivers AG hat die Sächsische Dampfschiffahrt (SDS) mit Wirkung zum 1. September übernommen und wird das traditionsreiche Geschäft der Sächsischen Dampfschiffahrt auf der Elbe fortführen. Der Schweizer Investor bringt als eines der führenden europäischen Unternehmen im Segment der Binnenschifffahrt das notwendige strategische Know-how zur Weiterentwicklung des Geschäftsbetriebs mit. Der neue Investor hat den bisherigen Betrieb der Gruppe in zwei neue Unternehmen zusammengefasst: Die WEIßE FLOTTE Sachsen GmbH übernimmt alle operativen Aktivitäten der SDS sowie der ElbeZeit und hat die beiden Salonschiffe im Besitz, die CrashIce wird als Tochtergesellschaft geführt. Eigentümerin der neun historischen Dampfschiffe ist die KULTURERBE DAMPFSCHIFFE Dresden GmbH.

„Ich freue mich sehr über diesen Erfolg und den Erhalt eines der Wahrzeichen von Dresden. Das ist nur gelungen, weil alle Beteiligten immer den Erhalt der Sächsischen Dampfschiffahrt im Blick hatten und gemeinsam an einem Strang gezogen haben“, zieht Burkhard Jung positive Bilanz. Als Sanierungsgeschäftsführer (CRO) hatte er die Unternehmensleitung der SDS Gruppe ergänzt und war für die Planung, die Umsetzung und die Steuerung der Restrukturierung verantwortlich. „Unser besonderer Dank gilt den Mitarbeitern, dem Gläubigerausschuss, den Sachwaltern und den beteiligten Beratern für deren Engagement und Durchhaltevermögen bei dieser doch recht komplexen Gemengelage“, so der Sanierungsexperte und Geschäftsführer der Unternehmensberatung Restrukturierungspartner weiter.

Die Restrukturierungspartner hatten die Sächsische Dampfschiffahrt-Unternehmensgruppe im Rahmen der Eigenverwaltung beraten und zeichneten sich für die Restrukturierung mitverantwortlich. Die insolvenz- und arbeitsrechtliche Beratung übernahm die Kanzlei MULANSKY + KOLLEGEN Rechtsanwälte GmbH. Die Investorensuche wurde von der Beratung enomyc GmbH unter Leitung von Jörg Balz begleitet.

Die SDS Gruppe musste Anfang Juni 2020 – aufgrund der wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Pandemie und der Einschränkungen im Tourismus- und Gastronomiebereich – Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung stellen. Frank-Rüdiger Scheffler wurde zum vorläufigen Sachwalter der Sächsische Dampfschiffahrts-GmbH & Co. Conti Elbschiffahrts KG bestellt; Dr. Nils Freudenberg (beide: Tiefenbacher Rechtsanwälte) zum vorläufigen Sachwalter der Tochtergesellschaft ElbeZeit GmbH. Nachdem die Sanierung in Eigenverwaltung mit dem Verkauf an die United Rivers AG erfolgreich beendet wurde, hat Burkhard Jung seine Position als Sanierungsgeschäftsführer niedergelegt. Nun folgt die Abwicklung der bisherigen Firmen im Rahmen von Regelinsolvenzverfahren. Beide vorläufigen Sachwalter wurden zu Insolvenzverwaltern bestellt.

Projektteam: Burkhard Jung (Geschäftsführer), Dr. Fabian Meißner (Manager), Michael Hofmann (Manager), Ann-Katrin Münz (Consultant)