Präventiver Restrukturierungsrahmen

Der präventive Restrukturierungsrahmen wird die Restrukturierung von Unternehmen in Deutschland maßgeblich verändern. Er bietet Unternehmen in Schwierigkeiten erstmals einen gesetzlichen Rahmen, in dem sie sich ohne ein Insolvenzverfahren grundlegend sanieren können. Das Ziel: Die Restrukturierung vereinfachen. Damit ergänzt der präventive Restrukturierungsrahmen die bereits bestehende Vielzahl von Restrukturierungsinstrumenten und fördert die Sanierungskultur hierzulande.

Bisher wurde die Restrukturierung von Unternehmen in Deutschland häufig zu spät und erst nach Eintritt einer Insolvenzantragspflicht begonnen. Damit war sie auch mit dem Makel der Insolvenz verbunden. Mit der Einführung des präventiven Restrukturierungsrahmens (PRR) soll sich das ändern. Unternehmen können dank eines Frühwarnsystems rechtzeitig auf Fehlentwicklungen und Krisensituationen aufmerksam gemacht werden und diese effektiv mit Hilfe des präventiven Restrukturierungsrahmens bewältigen.

Entscheidender Vorteil: Der präventive Restrukturierungsrahmen ermöglicht als gesetzlich festgelegtes Restrukturierungsverfahren Unternehmen, sich außerhalb einer Insolvenz zu sanieren. Die Geschäftsführung bleibt dabei am Ruder und steuert die Restrukturierung eigenverantwortlich.

Wer sich unter den Schutz des präventiven Restrukturierungsrahmens begeben möchte, benötigt keine umfangreichen Gutachten. Stattdessen muss der Unternehmer die Restrukturierungsnotwendigkeit und die Stabilität des Geschäftsbetriebs für die Phase der Verhandlungen schriftlich darstellen.

Im Verlauf des präventiven Restrukturierungsrahmens ist es Aufgabe des Unternehmens, einen Restrukturierungsplan zu erstellen. Dieser ist die gesetzlich vorgegebene Grundlage der operativen und finanziellen Restrukturierung. Neben Angaben zu den finanziell notwendigen Maßnahmen enthält er auch alle erforderlichen Restrukturierungsmaßnahmen. Die Gläubiger müssen diesem Plan zustimmen. Hier kommt ein weiterer Vorteil zum Tragen: Anders als bei der außergerichtlichen Sanierung ist eine Mehrheit von 75 Prozent ausreichend – es muss keine Einstimmigkeit erzielt werden.

Unternehmen sollten sich einen erfahrenen Sanierer an die Seite holen, um den Weg durch den präventiven Restrukturierungsrahmen gemeinsam zu bewältigen. Er hilft unter anderem bei komplexen Sachverhalten und bei den Verhandlungen mit Gläubigern. Der Sanierungsberater muss sowohl das Vertrauen des Unternehmens als auch das der Mehrheit der betroffenen Gläubiger besitzen.

Die Restrukturierungspartner begleiten Unternehmen seit Jahren vertrauensvoll und auf Augenhöhe bei deren Sanierungsweg. Als erfahrene Sanierungsgeschäftsführer (CRO) verfügen wir über das notwendige Know-how, um Restrukturierungen erfolgreich zu gestalten. Damit bringen wir das notwendige Handwerkszeug für die erfolgreiche Gestaltung des präventiven Restrukturierungsrahmens mit.

Übersicht

Hier haben wir Ihnen alle Information rund um den präventiven Restrukturierungsrahmen in einer Übersicht zusammengestellt. Wir betrachten die Auswirkungen sowohl für Unternehmer als auch für Gläubiger, das Frühwarnsystem, den Weg in den Rahmen, den Restrukturierungsbeauftragten, den Restrukturierungsplan und mögliche Maßnahmen zur Restrukturierung.

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Bedeutung für Unternehmer

Der präventive Restrukturierungsrahmen hilft Unternehmern bei der Umsetzung der Restrukturierung ihres Unternehmens außerhalb eines Insolvenzverfahrens, also ohne den Makel der Insolvenz, und bringt viele positive Auswirkungen mit sich. Wir stellen Ihnen diese im Detail vor und zeigen auf, was der präventive Restrukturierungsrahmen für Unternehmer bedeutet.

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Bedeutung für Gläubiger

Restrukturierungen werden zukünftig komplexer. Für Gläubiger bedeutet das: Wer zukünftig Restrukturierungen maßgeblich und aktiv mitgestalten möchte, muss sich auf den präventiven Restrukturierungsrahmen und dessen Auswirkungen einstellen. Das neue Sanierungsinstrument kann aber auch aus der Sicht der Gläubiger zu guten Sanierungslösungen verhelfen.

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