Sächsische Dampfschiffahrt

UNTERNEHMENSDATEN

Branche:
Betrieb von Ausflugsschiffen, Catering und Zeitarbeit
Mitarbeiter:
rd. 200
Umsatz:
ca. 20 Mio. EUR
Region:
national

Ausgangslage

Die Sächsische Dampfschiffahrts-GmbH & Co. Conti Elbschiffahrts KG (SDS KG) war die Betreiberin der ältesten und größten Raddampferflotte der Welt. Neben dem Betrieb von 9 historischen Raddampfern und zwei Salonschiffen auf der Elbe gehörten auch das Cateringunternehmen ElbeZeit GmbH und das Personalüberlassungsunternehmen CrashIce Veranstaltungsservice GmbH zur Unternehmensgruppe, die ihre Dienstleistungen insbesondere auf den Schiffen der SDS KG aber auch für zahlreiche externe Kunden angeboten haben.

Die SDS KG befand sich in Folge wiederholter Niedrigwasserperioden und notweniger Ersatzinvestitionen bereits im Jahr 2019 in einer Liquiditätskrise. Daraufhin wurde ein vielversprechender Restrukturierungsprozess eingeleitet. In Folge der Corona-Pandemie mussten jedoch alle Unternehmen der SDS-Gruppe massive Umsatzeinbußen hinnehmen. Im Juni 2020 stellten schließlich die SDS KG und die ElbeZeit GmbH Anträge auf Eröffnung von Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung, um die laufende Restrukturierung in Eigenregie fortzusetzen zu können. Gleichzeitig wurde ein Investorenprozess eingeleitet.

Leistungen

Die Restrukturierungspartner wurden zunächst mit der Erstellung eines Sanierungsgutachtens gemäß IDW S6 für die SDS KG und der Begleitung des Managements bei der Stakeholder-Kommunikation beauftragt. Das Gutachten konnte durch die Planungsunsicherheiten aufgrund der Corona-Pandemie nur als Zwischenbericht vorgelegt werden.

Anschließend begleiteten und berieten die Restrukturierungspartner die Unternehmensgruppe während des gesamten Eigenverwaltungsverfahrens. Burkhard Jung fungierte neben der bisherigen Unternehmensleitung als Sanierungsgeschäftsführer (CRO) bzw. Generalbevollmächtigter. Er und sein Team waren für die Planung, Umsetzung und Steuerung des Verfahrens verantwortlich. Dies beinhaltete u. a. die Vorbereitung der Antragstellung, das Liquiditätscontrolling und die Unterstützung bei den Verhandlungen mit potenziellen Investoren.

Mit Eröffnung des Verfahrens Anfang September 2020 kaufte die United Rivers AG die gesamte SDS-Gruppe im Rahmen eines Asset Deals und führt den Betrieb seitdem am Standort in Dresden fort.

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