Case Study: ICE Gateway

Der erfolgreiche Investorenprozess für die ICE Gateway GmbH zeigt, dass auch nach geplatzten Finanzierungsrunden und einem Insolvenzantrag zukunftsfähige Lösungen für Start-ups gefunden werden können. In unserer Case Study erfahren Sie, wie die Restrukturierungspartner das Berliner Unternehmen bei der Investorensuche begleitet haben.

Autor: Dr. Fabian Meißner

Key Facts

Name: ICE Gateway GmbH
Mitarbeiter: ca. 20
Gesamtleistung: > 1 Mio. EUR
Hauptsitz: Berlin
Kerngeschäft: Entwicklung und Verkauf einer IoT-basierten Hard-/Software für Edge-Computing

Ausgangslage

Das in Berlin ansässige Start-up entwickelt und verkauft IoT-basierte Hard- und Software für Edge-Computing, die für jegliche gesammelte Daten eine lokale Datenvorverarbeitung und Geräteverwaltung ermöglicht. Darüber hinaus bietet das Unternehmen seinen Kunden die korrespondierenden Softwarelösungen (SaaS) für den Betrieb sowie Wartungsdienstleistungen an. Die langwierige Entwicklung der Produkte wurde sowohl von Förderbanken als auch von Venture Capital-Gebern finanziert. Aufgrund der Corona-Pandemie haben Kunden allerdings viele Projekte, insbesondere im Bereich Smartcity verschoben oder vorzeitig beendet, sodass die Umsatzerwartungen nicht erfüllt werden konnten. Die Folge waren eine geplatzte Finanzierungrunde und eine Darlehensrate, die nicht mehr ausgezahlt werden konnte. Das Unternehmen musste einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellen und im Rahmen eines „Firesale“ veräußert werden. Die Restrukturierungspartner wurden mit dem strukturierten Investorenprozess beauftragt.

Besonderheit

Besonders herausfordernd war der sehr enge Zeitrahmen für die Investorensuche. Insgesamt standen den Restrukturierungspartnern von der Marktansprache bis zur Angebotsabgabe lediglich zwei Wochen zur Verfügung. Erschwerend kam die Komplexität der angebotenen Dienstleistungen und Produkte sowie die Abwanderung der hochspezialisierten Mitarbeiter nach dem Insolvenzantrag hinzu. Dennoch konnte ein vollumfänglicher Investorenprozess mit mehreren Interessenten aufgesetzt und erfolgreich durchgeführt werden.

Projektergebnis

Das Unternehmen wurde an einen strategischen Investor im Rahmen eines Asset Deals veräußert, der bereits im Geschäftsbereich IoT- und Smartcity-Lösungen tätig ist. Damit konnte das über die Jahre aufgebaute Know-how in einem absoluten Wachstumsmarkt gesichert werden. Das Projekt hat gezeigt, dass auch noch nach geplatzten Finanzierungsrunden Möglichkeiten zur Veräußerung und damit zum Erhalt des Unternehmens bestehen.

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